Musik |
Ein süddeutscher Zweig meiner Familie war bereits im Mittelalter als Stadtmusiker in Rotenburg ob der Tauber tätig. Diese Ader hat sich vererbt, so daß ich mit viel selbstgemachter Musik aufwuchs und früh Musikwerke von Brahms, Mendelssohn, Liszt, Chopin und Rachmanninov kennen und lieben lernte. Den Klavierunterricht brach ich mit 9 Jahren ab, weil ich das Genie meiner Schwester nicht verkraften konnte, die sich schon nach einem Jahr Klavierspiel mit Chopinwerken vergnügte, während ich in Bachs Präludien festhing. Erst mit 16 Jahren begann ich wieder mit dem Spielen, jetzt autodidaktisch und durch Jazzmusik neu motiviert. Am Anfang stand dabei Blues und Boogie, wie ich sie von Vince Weber in Hamburg oft live hörte, ich halte ihn noch heute für den besten Boogie-Pianisten, weit vor ungerechtfertig bekannteren Spielern wie Axel Zwingenberger. Schnell kamen dann auch experimentale Einflüsse, vorrangig zu nennen ist dabei Joachim Kühn, auch er viel zu unbekannt in Deutschland, vor allem angesichts der Tatsache, daß er sieben Mal in Europa als Jazzpianist des Jahres ausgezeichnet wurde. Seine Modern Jazz-Melodielinien begeistern mich auch hezúte noch sehr. Viele weitere Ausflüge kamen dazu, kommerzieller Jazz und experimentelle Erlebnisse, die eher dissonant klangen. Erste kleine Klavierauftritte gab es ab 1990, unter anderem in Dennis´ Swing Club, dessen Gründer mich immer wieder ermutigte. In der Studienzeit kam es dann zu verschiedenen Bandformationen, neist nur Duos oder Trios, da wir fast nur improvisierten. Zu nennen wären hier der Gitarrist Henning Freudenthal und der Saxophonist Jens Ristedt als Mitstreiter, mit letzterem entstand die Gruppe "Center of Attention" und wir veranstalteten mit anderen Bands in Hamburg-Eppendorf die Festivals "Experimental Music Forum" (1992) und "Against All Frontiers" (1993). Mittlerweile beschränkt sich die musikalische Aktivität auf seltene kleine Auftritte in Jazzkneipen und eine nichtprofessionelle Heim-CD-Produktion. |